Ende 2024 unterzeichneten auto-schweiz und die Universität St.Gallen (HSG) eine Fördervereinbarung zur Stärkung der wissenschaftlichen Aktivitäten am Institut für Mobilität. Im Verlaufe der bisherigen Zusammenarbeit sind die Partner übereingekommen, die gemeinsamen Ziele mit dem Aufbau eines Labs zu vertiefen. Das «auto-schweiz Lab» startet seine Aktivitäten Anfang Mai 2026.
Die Universität St.Gallen (HSG) und auto-schweiz, die Vereinigung offizieller Automobil-Importeure in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein, sind Ende 2024 eine langjährige Partnerschaft eingegangen. Ursprünglich war ein Teilzeit-Lehrstuhl für Forschung und Lehre im Bereich Mobilitätsmanagement im Umfang von 50 Prozent geplant. Im Verlauf der bisherigen Zusammenarbeit ist klar geworden, dass die gemeinsamen Ziele im Rahmen eines Labs besser erreicht werden können. «Da wir im Bereich Mobilitätsmanagement bereits viel Expertise an der HSG haben, wollen wir mit den Fördermitteln vor allem den Nachwuchs unterstützen und auf Projektbasis zu gezielten Fragestellungen forschen», so Professor Andreas Herrmann, Direktor des federführenden Instituts für Mobilität (IMO-HSG).
Das «auto-schweiz Lab» startet seine Aktivitäten Anfang Mai 2026. Sein wesentlicher Zweck wird sein, wichtige Zukunftsthemen im Bereich des Schweizer Individual- und Güterverkehrs zu untersuchen. Der finanzielle Umfang der Partnerschaft beläuft sich auf CHF 2’400’000 resp. CHF 300'000 jährlich über mindestens vier bis maximal acht Jahre, ab 2026 bis 2034. Die Schenkung läuft über die HSG Foundation, die als zentrales Fördergefäss der HSG wirkt.
«Mit der Unterstützung können wir zwei Doktorierende beschäftigen und eine Projektleitendenstelle schaffen, die in ihrer Arbeit von der bestehenden Faculty unterstützt werden. So können wir die Mobilitätsforschung gezielt stärken und vorhandenes Potenzial noch besser ausschöpfen», sagt Professor Andreas Herrmann. Peter Grünenfelder, Präsident von auto-schweiz, ergänzt: «Der Lab-Ansatz mit der Verbindung von hoher wissenschaftlicher Qualität und Praxisnähe überzeugt und schafft bedeutenden Mehrwert für die Autowirtschaft, die mitten in einer der grössten Transformationsphasen ihrer Geschichte steht.»
“Mit der Unterstützung können wir zwei Doktorierende beschäftigen und eine Projektleitendenstelle schaffen, die in ihrer Arbeit von der bestehenden Faculty unterstützt werden. So können wir die Mobili-tätsforschung gezielt stärken und vorhandenes Potenzial noch besser ausschöpfen.”
Labs haben eine lange Tradition an der HSG. So besteht bereits seit 2009 mit dem SBB Lab eines, das sich u.a. mit Fragen der Mobilität auseinandersetzt. Das SBB Lab ist ein Kompetenzzentrum für Dienstleis-tungs- und Transportmanagement zwischen Staat und Markt. Im Fokus stehen Forschungen zu aktuel-len, im schweizerischen oder internationalen Kontext vernachlässigten Fragestellungen im Schweizer Verkehr sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses für das Verkehrswesen.
Hinzu kommt das Bosch Lab, eine gemeinsame Initiative der Bosch Gruppe, der HSG und der ETH Zü-rich. Dort wird u.a. untersucht, wie europäische Produktunternehmen in einer Welt aus Hardware, Soft-ware und Service erfolgreich sein können. Darüber hinaus entwickelt, implementiert und evaluiert das Labor intelligente, vernetzte Systeme, die das Potenzial für einen bedeutenden ökologischen, sozialen oder wirtschaftlichen Einfluss haben. Ein Fokus der Aktivitäten ist die Mobilitätsbranche.